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Weddingplatz, Berlin

Entsprechend des Hobrechtplans bildete der Weddingplatz ein Teil des dreiteiligen Platzensembles zwischen Reinickendorfer, Gerichts- und Müllerstraße. Das Tor zum Wedding markierte die in rotem Stein geklinkerte Dankeskirche, so zeigt es eine Ansichtskarte von 1908. Heute, etwas mehr als 100 Jahre später, rollt der Verkehr, mangelt es an ‚Einigem‘. Bereits im Bestand gibt das licht-lockere und vielfältige Baumdach Schatten und Maßstab. Aus dem Bestand werden drei eigenständige Orte herausgearbeitet und durch einen schlichten und verbindenden Rahmen zusammengehalten. Im Zusammenspiel lassen sie einen lebendigen und charakteristischen Weddingplatz entstehen:

Kirchgrün – Leicht erhöht bleibt das Kirchumfeld vor intensiver Querung geschützt. Sträucher werden entfernt, der Blick zur Kirche unter den Baumkronen freigestellt. Einladende Entrées binden den introvertierten Kirchhof im Umfeld ein.

Rote Tenne – Offen und ohne versteckte Rückseiten wird der Platz mit einem großzügigen Aufenthaltsangebot versehen. Zwei lockere Bankreihen fassen die in Tenne vorgesehene Mitte die vielfältig genutzt werden kann. Lichtes Schattenspiel auf dem Platz.

Reinickendorfer Promenade – Mit wenigen Anpassungen wird aus der Reinickendorfer Straße ein Stück lebendiger Stadtraum mit hoher Aufenthaltsqualität bespielt durch Gastronomie, Anwohner und Passanten.

Der wertvolle Baumbestand wird durch verschiedene stadtklimataugliche Arten umfassend ergänzt und behutsam neugeordnet. Transparent auf Augenhöhe, schließt das lockere Baumdach die weite Lücke zur östlichen Bebauung und gibt dem Platzraum ‚Kraft‘ gegenüber dem Verkehrsraum an der vielbefahrenden Müllerstraße.