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Weddingplatz, Berlin

Das Tor zum Wedding, markiert durch den Weddingplatz mit der rot geklinkerten Dankeskirche, so zeigen es die Postkarten Anfang des 20. Jahrhunderts. Heute dominiert der Autoverkehr entlang der Müllerstraße und es mangelt an Einigem auf dem Platz. Die neue Dankeskirche entworfen 1970 von Fritz Bornemann liegt hinter Sträuchern und parkenden Autos in der zweiten Reihe versteckt. Gleichwohl gibt das licht-lockere Baumdach dem Ort lichten Schatten und einen gewissen Maßstab. Der Baumbestand wird durch stadtklimataugliche Arten ergänzt und behutsam neugeordnet. Transparent auf Augenhöhe, wird die weite Lücke zur östlichen Bebauung geschlossen. Unter dem Baumdach werden drei eigenständige Orte herausgearbeitet, die im Zusammenspiel einen lebendigen und charakteristischen Platz entstehen lassen: Leicht erhöht bleibt das Umfeld der Kirche vor intensiver Querung geschützt und der Blick zum Denkmal wird freigestellt. Einladende Entrées binden den introvertierten Kirchhof im Umfeld ein. Zwei lockere Bankreihen fassen den roten Tenneplatz als Mitte des südlichen Platzteils. Eine Regenwasserschale in rotem Klinker zitiert die an dieser Stelle fehlende Kirche. Die Reinickendorfer Straße wird in Ihrer Breite reduziert, von einem Großteil der Parkplätze befreit und mit wenigen Anpassungen entsteht ein Stück Promenade als lebendiger Stadtraum mit hoher Aufenthaltsqualität.

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