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Gedenkort Synagogenplatz, Lviv/Ukraine

‚Wo ist das jüdische Lemberg? Wo sind seine etwa 45 Synagogen und Bethäuser, die hier bis zum Zweiten Weltkrieg existiert haben sollen? Auf den ersten Blick scheint jede Spur dieses religiösen Lebens getilgt, trotz all der historischen Bausubstanz, die sich in dieser Stadt über Jahrhunderte erhalten hat. (Katharina Schubert in ‚Jüdische Gedenkorte in Lviv - eine Bestandsaufnahme‘, 2008)

Im jüdischen Viertel der Altstadt zerstörten die Nationalsozialisten zwei bedeutende Synagogen sowie ein Schulgebäude. Die Umfänglichkeit unjd Dichte der erhaltenen Spuren, ihre gegenwärtige Wahrnehmbarkeit und ihre vormalige Einbindung variieren. Diese Varianz wird in drei verschiedene räumliche Situationen und Atmosphären übersetzt. Authentisch, lebendig, abstrakt. Es entsteht ein Ensemble aus drei unterschiedlichen, charakteristischen Räumen als Zugang zur Geschichte und Schwere des Ortes. Behutsam und präzise eingepasste Interventionen unterstützen die Lesbarkeit des Ortes ohne diesen zu verstellen oder zu überfrachten.