Franz Reschke Landschaftsarchitektur

10/2016

Reininghauspark

Graz

Realisierungswettbewerb, 2. Preis
Die industrielle und landschaftliche Geschichte des Reininghausareals, die vormaligen Nutzungen sowie die vorgefundenen Spuren verschiedener Zeitschichten im Bereich des Reininghausparks werden zum Ausgangspunkt für einen zukunftsgewandten und identitätsstiftenden Park im Herzen des neuen Stadtquartiers. Der Charakter des Ortes – geprägt durch das Wechselspiel von funktional-industrieller Vornutzung und dem landschaftlich-romantischen Charme des Stillstandes – wird durch eine Einbindung des Bestandes sowohl auf konzeptioneller als auch räumlicher Ebene weiterentwickelt. Basierend auf den Relikten und Beobachtungen werden drei eigenständige Atmosphären und Qualitäten differenziert:
Historischer Sportplatz - Frei bespielbare zentrale Parkwiese im Herzen des urbanen Stadtquartiers.
Türkisblaue Eisteiche - Flaches Wasserspiel auf der Figur des Eisteiches als lebendiges Moment im Park.
Vergessene Landschaft - Locker gesäumte Wiesenlichtung als introvertierter und vegetativ ‚rauer‘ Parkraum.
Ein großzügig robuster Parkrahmen fasst und erschließt den neuen Reininghauspark. Durch den bewussten Verzicht auf weitere Parkwege bleiben die Flächen in ihrem Zuschnitt ‚größtmöglich‘ dimensioniert. Durch großformatige Ausstattung und eine gleichmäßig-helle Beleuchtung bildet der Rahmen ein urbanes Passstück zwischen Stadtquartier und Park. An der Nordseite des Parks weitet sich der Rahmen zu einer baumbestandenen Parkterrasse auf. Ein freier Blick über die Parkwiese und -silhouette und die südwestexponierte Lage formen die Terrasse zukünftig zum urbanen Ort im Park der vielfältig und frei genutzt werden kann.
Typologie
Öffentlicher Raum, Park
Fläche
38.000qm
Auslober
Stadt Graz
Projektteam
Frederik Springer, Janina Gäckler, Juliane Wichtmann
In Zusammenarbeit mit
Anselm von Held Lichtplanung