Franz Reschke Landschaftsarchitektur

06/2019

Blücherplatz

Spenge

Realisierungswettbewerb, 1. Preis
Der Spenger Blücherplatz ist im Bestand, trotz und aufgrund seiner Größe, kaum wahrnehmbar. Durch die Dominanz des motorisierten Verkehrs ist die Aufenthaltsqualität und Nutzbarkeit für Fußgänger stark eingeschränkt. Für die Umgestaltung des Platzes gilt es ihn einerseits verkehrlich und hinsichtlich freiräumlicher Angebote grundlegend neu zu denken, andererseits gilt es die bestehenden Qualitäten zu integrieren und die ‚versteckte’ Identität des Ortes herauszuarbeiten und zu stärken.
Ein einheitlicher und hochwertiger Belag definiert den Blücherplatz, der im zentralen Bereich vom ruhenden und querenden Verkehr befreit, wieder als solcher erlebbar wird. Locker gestellte Einzelbäume fassen den Platz an seinen Rändern und lassen den zentralen Bereich offen hervortreten. Der charakteristische und identitätsstiftende Baumbestand wird dabei integriert. Der zentrale Platzraum wird in seiner Bedeutung und Wirkkraft als ‚Bühne des städtischen Lebens‘ gestärkt. Eine einfache Komposition aus den Elementen ‚Bühne, Kulisse und Tribüne‘ schafft einen klar ablesbaren und vielfältig nutzbaren Raum. Die ‚flache und offene Bühne‘, die ‚üppig-blühende Kulisse‘ und die ‚einladende Tribüne‘ stehen im Wechselspiel zueinander. Zwischen den beiden erhabenen Objekten an den Rändern liegt flach die kreisrunde Bühne mit einem flüchtigen, flachen Wasserspiegel. Hier wird das Fest gefeiert, hier wird gespielt. Tribüne und Kulisse laden ein zum Verweilen und Beobachten. Sie initiieren Begegnungen als Momente des städtischen Lebens. Der Entwurf interpretiert die vage und verschwommene Erinnerung an den früheren Stadtteich als einen neuen kommunikativen und vielfältig nutzbaren Ort für Spenge.
Typologie
Öffentlicher Raum, Straßen und Plätze
Fläche
3.200 qm
Auslober
Stadt Spenge
Projektteam
Janina Gäckler, Andrés Aragoneses, Bérengère Chauffeté
In Zusammenarbeit mit
Anselm von Held Lichtplanung