Franz Reschke Landschaftsarchitektur

07/2019

Landesgartenschau Kirchheim 2024

Kirchheim bei München

Realisierungswettbewerb, ein 3. Preis
Ein freies Feld. Eine neue Schule mitten auf weiter Flur. Zwei Dörfer die zueinander finden. Ausgangspunkt für den Entwurf ist die Geschichte und der Kontext des Raums zwischen Heimstetten und Kirchheim. Unscharfe Erinnerungen und kuriose Relikte werden in das Konzept für den zukünftigen Ortspark eingearbeitet.
Die bestehende und geplante städtebauliche ‚Vielfalt‘ wird zukünftig durch den zentralen Parkraum zusammengehalten. Dieser schafft Bezüge, vermittelt und verknüpft. Er definiert ‚einen‘ gemeinsamen Raum und lässt gleichermaßen die individuellen Solitäre in den Park wirken. Der langgestrecke Grünzug zwischen Heimstetten und Kirchheim wird mit den, aus den flankierenden Gebäuden und Quartieren, abgeleiteten Querbezügen, zu einem robusten Wegenetz verwoben. Ausgehend von den einladenden ‚Parkentrées‘ entstehen intuitive Wegeverbindungen und vielfältige Rundwege. Identitätsstiftende öffentliche Bauten, neue Quartiere und vielfältige Nutzungen werden in einem gärtnerisch durchgrünten und kleinteilig gegliederten Parkrahmen ein- und an den Park angebunden. Die Schnittstellen sind dabei nach Möglichkeit durchlässig und lassen neue Synergien entstehen. Der Spaziergang durch die rhythmisch gegliederte Figur des Ortsparks wird als eindrückliche Raumsequenz erlebbar. Das lichte, ‚trockene‘ Wäldchen, der hohe und dicht-überwachsene Wall, dazwischen die offene Weite des Feldes. Diese ‚fragilen‘ Zeugnisse der Geschichte werden in drei charakteristische Wiesenräume und -bilder übersetzt. Vom ‚Centralpark‘ bis zur extensiv rauen oder frischen Textur der nördlichen und südlichen Wiesen.
Typologie
Öffentlicher Raum, Park, Gartenschau
Fläche
175.000 qm
Auslober
Gemeinde Kirchheim b. München
Projektteam
Frederik Springer, Luisa Hansel, Andrés Aragoneses, Janina Gäckler, Bérengère Chauffeté, Richard Roßner