Franz Reschke Landschaftsarchitektur

09/2016

Aussenanlagen-van-de-Velde-Bauten

Weimar

REALISIERUNGSWETTBEWERB, 2. Preis
Der Außenraum zwischen Van-de-Velde-Bau und Hauptgebäude spielt eine herausgehobene Rolle für die Identität der Bauhaus-Universität in der Gegenwart und ebenso für die Erinnerung an die Kunst- und Kunstgewerbeschule und an das 1919 hier durch Walter Gropius gegründete Bauhaus. [Der Freiraum] muss diesem Anspruch aus der gegenwärtigen Perspektive einer lebendigen Universität ebenso gerecht werden, wie er auf die Erwartungen der zahlreichen auswärtigen Besucher an das historische Ensemble eingehen sollte.
(Auslobung Wettbewerb)

Die Zugänge zum Campus werden durch offen gestaltete Platzsituationen akzentuiert. An der Kreuzung Bauhausstraße / Geschwister-Scholl-Straße wird der Giebel des Hauptgebäudes durch die Entnahme der hochgewachsenen Platane freigestellt. Der bauhistorisch und räumlich eindrückliche Dialog zwischen den beiden Van-de-Velde-Bauten bildet so das repräsentative und einladende Entrée des Campus. Durch die Wiederherstellung der ursprünglichen Höhen- und Treppensituationen werden die beiden Baudenkmäler in Ihrer Wirkung gestärkt. Die Topografie zwischen den Gebäuden wird basierend auf der historischen Raumgliederung neuinterpretiert. Das schlicht gestaltete Umfeld der Van-de-Velde-Bauten lässt diese hervortreten und bildet gleichermaßen den ruhigen Grund für einen zukunftsgewandten Campus und die Vielzahl von Nutzungen. Der gesamte Campus nördlich des Hauptgebäudes wird durch einen ruhigen Pflasterteppich zusammengefasst. Drei bereits im Bestand ablesbare Teilbereiche werden in Ihrer Eigenständigkeit und Qualität gestärkt: Campuswiese, Campushain und Gartenhof.
Typologie
Öffentlicher Raum, Campus, Baudenkmal
Fläche
6.200qm
Auslober
Freistaat Thüringen
Projektteam
Janina Gäckler, Jan Ole Rolfes, Dora Varosy
In Zusammenarbeit mit
Anselm von Held Lichtplanung