Franz Reschke Landschaftsarchitektur

2017-2021

Rümelinsplatz

Basel

An der Fasnacht und im Sommer bei «Em Bebbi sy Jazz» ist der Rümelinsplatz jeweils mit Menschen überfüllt. Den Rest des Jahres macht er aber keinen besonders einladenden Eindruck. Es besteht Handlungsbedarf am «Rümeli». Die Voraussetzungen dafür stehen gut. Wertvolle historische Bauten flankieren den Platz und sorgen für den identitätsstiftenden Rahmen. Attraktive Nutzungen wie Restaurants, Läden oder die Stadtbibliothek ziehen Leute aus der ganzen Region an. Und die Lage mitten in der Altstadt ist geradezu ideal. (Beat Aeberhard, Kantonsbaumeister, Vorwort zum Wettbewerbsprogramm, 2016)
Der Rümelinsplatz wird als integraler Bestandteil des atmosphärischen und räumlichen Stadtgefüges der Altstadt verstanden. Ein homogener Pflasterteppich aus geschliffener Rheinwacke lässt den Stadtraum klar hervortreten. In die Platztopografie werden zwei ebene Plateaus im Umfeld des Brunnens und im Vorfeld der Stadtbibliothek eingearbeitet. Diese präzisen Eingriffe lassen besondere Aufenthaltsqualität entstehen und ermöglichen intensivierte Bespielung. Im Gelände eingepasste Sitzmauern bieten hohe Verweilqualität nach innen und außen; flache Schleppstufen binden die Plateaus im Platz ein. Ein lockerer Schleier fiederblättriger, offenkroniger Gleditschien überstellt die Nordseite des Platzes und stärkt dessen eigenständig ablesbare Identität im Kontext der steinernen Altstadt.
Der prämierte Wettbewerbsentwurf von 2016 bildet die Grundlage des gegenwärtig laufenden Vorprojekts. Die Ausarbeitung der topografisch eingebetteten Sitzmauern sowie die teilweise Integration des Baumbestandes sind wesentliche inhaltliche Schwerpunkte.
Typologie
Öffentlicher Raum, Straßen und Plätze
Fläche
3.500 qm
Auftraggeber
Kanton Basel-Stadt
Verfahren
Realisierungswettbewerb, 2016, 1. Preis
Beauftragung
Vorprojekt
Projektleitung
Franz Reschke
Projektteam
Luisa Hansel, Regine Selva Dietzfelbinger
Link zum Wettbewerb